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In vielen Architekturbüros laufen Honorarangebote, Stundenlisten und Projektauswertungen über Excel und Word. Das ist günstig, vertraut und flexibel – und funktioniert, solange das Büro klein und die Projektzahl überschaubar bleibt. Mit wachsendem Team, mehr Projekten und steigenden Dokumentationspflichten kippt dieses Verhältnis jedoch: Aus der flexiblen Tabelle wird eine fehleranfällige Insellösung, die mehr Zeit kostet, als sie spart. Dieser Beitrag zeigt, wo Excel und Word an ihre Grenzen stoßen und wann sich der Umstieg auf eine spezialisierte Lösung wie PROJEKT PRO rechnet.
Fast jedes Architekturbüro startet mit Excel und Word. Die Programme sind vorhanden, jeder kann sie bedienen, und für das erste Honorarangebot oder eine einfache Stundenliste reichen sie völlig aus. Diese niedrige Einstiegshürde ist ihre größte Stärke – und zugleich der Grund, warum viele Büros zu lange daran festhalten. Denn die Schwachstellen zeigen sich nicht sofort, sondern schleichend mit dem Wachstum.
Das Deutsche Architektenblatt bringt es auf den Punkt: "Wer ohne zentrale Software arbeitet, steuert schnell im analogen Chaos – Daten verteilen sich auf Ordner, Versionen und Einzeldateien, die niemand vollständig im Blick hat". Gerade in den täglichen Büroprozessen entstehen die größten Reibungsverluste. Typische Grenzen im Alltag:
Praxisbeispiel: Ein Büro mit fünf Mitarbeitenden führt pro Person eine eigene Stunden-Tabelle. Am Monatsende kopiert die Büroleitung alle fünf Dateien in eine Sammeltabelle, um auszuwerten, welches Projekt wie viele Stunden verbraucht hat. Sobald eine Person eine Spalte verschiebt oder eine Formel überschreibt, stimmt die Auswertung nicht mehr – und niemand merkt es sofort.
Tabellenfehler sind kein Randthema. Schon ein kleiner Formel- oder Copy-Paste-Fehler kann zu erheblichen finanziellen Abweichungen führen – dokumentierte Fälle reichen bis in Millionenhöhe – etwa der berühmte "London Whale"-Fall bei JPMorgan 2012, bei dem ein fehlerhaft kopierter Excel-Verweis zu Fehleinschätzungen bei einem Verlust von über 6 Mrd. USD beitrug. Im Architekturbüro sind die Beträge kleiner, das Prinzip ist dasselbe: Eine falsch verknüpfte Zelle in der HOAI-Honorarkalkulation, eine vergessene Position im Angebot oder eine fehlerhafte Summenformel in der Nachkalkulation kostet bares Honorar – oft unbemerkt, bis es zu spät ist.
Seit dem Beschluss des Bundesarbeitsgerichts vom 13. September 2022 sind Arbeitgeber verpflichtet, die gesamte Arbeitszeit ihrer Beschäftigten systematisch und lückenlos zu erfassen – und diese Pflicht gilt unabhängig von der Bürogröße. Zwar ist eine Excel-Tabelle nicht per se unzulässig, doch sie ist schwer manipulationssicher zu führen und selten lückenlos. Eine digitale Zeiterfassung dokumentiert Beginn, Ende und Dauer rechtssicher und macht die Stunden zugleich fürs Controlling nutzbar.
Eine Branchensoftware mit integriertem HOAI-Modul wie PROJEKT PRO ist genau für die Prozesse eines Planungsbüros gebaut. Statt isolierter Dateien arbeiten alle Bereiche auf einer Datenbasis: Das HOAI-Angebot wird zur Grundlage des Auftrags, die Stunden werden direkt auf die Leistungsphase gebucht, und aus denselben Daten entstehen Auswertung und Rechnung. Auswertungen wie der Vergleich von Zeitaufwand und Honorar pro Leistungsphase oder die Umsatzvorhersage liegen auf Knopfdruck vor, statt mühsam aus Tabellen zusammengetragen zu werden.
Praxisbeispiel: Dasselbe Büro wie oben führt die Zeiterfassung jetzt in der Software. Jede gebuchte Stunde ist automatisch einem Projekt und einer Leistungsphase zugeordnet. Die Büroleitung sieht den Soll-Ist-Vergleich tagesaktuell – ohne am Monatsende fünf Dateien zusammenzukopieren. Mit einer integrierten Zeiterfassung reduziert sich der tägliche Erfassungsaufwand pro Mitarbeitendem auf wenige Minuten – statt auf das manuelle Zusammenführen von Tabellen am Monatsende.
Nirgends zeigt sich der Unterschied zwischen Excel und einer Branchensoftware so deutlich wie bei der Honorarberechnung nach HOAI. Wer Honorare in Excel kalkuliert, baut sich Tafelwerte, Honorarzonen und Interpolationen selbst zusammen – eine Formel-Landschaft, die mit jeder HOAI-Änderung gepflegt werden muss und bei jedem Tippfehler falsche Honorare liefert. Ein integrierter HOAI-Honorarrechner nimmt Ihnen genau diese Arbeit ab.
Konkret bedeutet das im Arbeitsalltag:
Praxisbeispiel:„Ein Büro kalkuliert ein Honorar in Excel über mehrere verknüpfte Tabellenblätter. Bei einer Projektänderung verschiebt sich die anrechenbare Kostengruppe, doch eine Verknüpfung wird nicht aktualisiert – das Angebot geht mit einem zu niedrigen Honorar raus. Im HOAI-Rechner hätte sich der Wert automatisch angepasst. Zusätzlich lassen sich besondere Leistungen nach HOAI über Vorlagen standardisiert ausweisen – Honorarpotenziale, die in einer manuellen Tabelle oft schlicht vergessen werden."
Die Unterschiede lassen sich an wenigen Kernpunkten festmachen:
Das heißt nicht, dass Excel und Word verschwinden. Für Ad-hoc-Berechnungen, Notizen oder einfache Briefe bleiben sie nützlich. Der Punkt ist: Sobald es um die wirtschaftliche Steuerung des Büros geht – oder um die operative Projektabwicklung über die Management-Produkte – sind sie das falsche Werkzeug.
Drei Signale zeigen, dass ein Büro aus Excel und Word herausgewachsen ist:
Lassen Sie uns kurz austauschen, wie sich Ihre heutigen Excel- und Word-Prozesse in eine professionelle Controlling-Umgebung überführen lassen – von der HOAI-Honorarkalkulation über die Zeiterfassung bis zur Auswertung.
Wenn Sie prüfen, ob sich der Umstieg von Excel und Word lohnt:
Excel und Word sind ein guter Start, aber kein dauerhaftes Fundament für die wirtschaftliche Steuerung eines Architekturbüros. Mit wachsendem Team und steigenden Anforderungen überwiegen die Nachteile: Fehleranfälligkeit, Zeitverlust und fehlende Transparenz. Eine spezialisierte Software wie PROJEKT PRO führt Angebot, Zeiterfassung und Auswertung auf einer Datenbasis zusammen – und verwandelt das „analoge Chaos“ in eine planbare, jederzeit nachvollziehbare Bürosteuerung.
Nein. Für einfache Berechnungen, Notizen und kleine Büros ist Excel nützlich. Problematisch wird es, sobald mehrere Personen damit das Controlling und die Honorarverwaltung steuern.
Die Kombination aus Versionschaos und Formelfehlern. Beide bleiben oft unbemerkt und führen zu falschen Honoraren oder Fehleinschätzungen der Projektrentabilität.
Eine Excel-Erfassung ist nicht grundsätzlich verboten, aber schwer lückenlos und manipulationssicher zu führen. Eine digitale Zeiterfassung erfüllt die Anforderungen zuverlässiger.
Das hängt von Größe und Anforderungen ab. Branchenlösungen sind meist modular und lizenzbasiert, sodass Sie nur das zahlen, was Sie nutzen. Dem stehen eingesparte Zeit und vermiedene Honorarverluste gegenüber
Nein. Beide bleiben für Ad-hoc-Aufgaben sinnvoll. Die wirtschaftliche Steuerung – Angebote, Stunden, Auswertungen – gehört aber in ein System, das dafür gebaut ist.
Hinweis: Dieser Beitrag beschreibt allgemeine Vor- und Nachteile von Excel und Word gegenüber spezialisierter Bürosoftware. Welche Lösung für Ihr Büro passt, hängt von Größe, Projektarten und Arbeitsweise ab.
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