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Viele Ingenieurbüros führen ihre Bauleitung in einem Baustellen-Tool, die Zeiterfassung in einem zweiten und Angebote sowie Aufträge in einem dritten System – oft ergänzt um Excel. Jede dieser Insellösungen funktioniert für sich. Das Problem entsteht dazwischen: an den Schnittstellen, wo Daten manuell übertragen werden, Informationen verloren gehen und die Wirtschaftlichkeit eines Projekts erst zur Schlussrechnung sichtbar wird. Eine integrierte Software wie PROJEKT PRO führt diese Bereiche auf einer Datenbasis zusammen. Dieser Beitrag zeigt, warum das für Ingenieurbüros ein struktureller Vorteil ist – und nicht nur eine Frage des Komforts.
Die Anforderungen an Ingenieurbüros sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen: komplexere Projekte, mehr Beteiligte, höherer Dokumentations- und Nachweisaufwand. Trotzdem arbeiten viele Büros mit einer Werkzeuglandschaft, die über Jahre gewachsen ist – ein Tool für die Baustelle, eines für die Stunden, eines für die Rechnung. Jede Schnittstelle zwischen diesen Systemen kostet Zeit und ist eine potenzielle Fehlerquelle.
Typische Folgen einer fragmentierten Tool-Landschaft:
Praxisbeispiel: Ein Ingenieurbüro mit 18 Mitarbeitenden kalkuliert sein Honorar im HOAI-Rechner, führt die Stunden in einem zweiten Tool und schreibt die Rechnungen in der Buchhaltung. Das Honorar wird von Hand in die Rechnung übertragen, die Stunden laufen in einer separaten Liste ohne Bezug zur Leistungsphase, und die Reisetage der Bauleitung werden gesammelt am Quartalsende zugeordnet. Erst zur Schlussrechnung zeigt sich, ob sich ein Mandat gerechnet hat – dann ist es für eine Korrektur zu spät.
Eine integrierte Software für Ingenieurbüros vereint die operativen und kaufmännischen Prozesse auf einer gemeinsamen Datenbasis: von der Angebots- und Auftragserstellung über die Zeiterfassung und die Bauleitung bis zur Rechnungsstellung. Statt Daten zwischen Tools hin- und herzukopieren, greifen alle Bereiche auf dieselben, einmal erfassten Informationen zu. PROJEKT PRO bildet genau diesen Kreislauf ab – mit Controlling-Bausteinen fürs Büro und cloudbasierten Anwendungen für die Arbeit direkt auf der Baustelle.
Der größte Hebel einer integrierten Lösung ist die einmalige Datenerfassung. Eine Adresse, ein Auftrag, eine erfasste Stunde – alles wird genau einmal eingegeben und steht danach in allen Bereichen zur Verfügung. Das eliminiert die Doppelerfassung, die in getrennten Systemen unvermeidlich ist, und schließt die Fehlerquelle der manuellen Übertragung.
Praxisbeispiel: Ein Neukunde wird einmal als Adresse angelegt. Aus dieser Adresse entsteht das Angebot, daraus der Auftrag, darauf buchen die Mitarbeitenden ihre Stunden, und am Ende wird daraus die Rechnung erzeugt – ohne dass Name, Projektnummer oder Konditionen jemals erneut eingegeben werden müssen. In einer Tool-Landschaft mit drei Systemen wäre derselbe Kunde dreimal anzulegen.
Erst wenn Stunden, HOAI-Leistungsphasen und Honorar miteinander verknüpft sind, lässt sich die Wirtschaftlichkeit eines Projekts laufend beurteilen. In PROJEKT PRO buchen Mitarbeitende ihre Zeiten direkt auf die jeweilige Leistungsphase. Dadurch entsteht ein fortlaufender Soll-Ist-Vergleich: Überschreitet ein Projekt den geplanten Aufwand, wird das sofort sichtbar – nicht erst am Quartals- oder Projektende. Wer anrechenbare Kosten und Aufwand im Blick hat, kann Zusatzleistungen zeitnah anbieten und Honorarverluste vermeiden.
Hinzu kommt die rechtliche Seite: Seit dem EuGH-Stechuhr-Urteil (C-55/18) von 2019 und dem BAG-Beschluss vom 13. September 2022 sind Arbeitgeber verpflichtet, die gesamte Arbeitszeit systematisch und lückenlos zu erfassen – und zwar unabhängig von der Betriebsgröße. Eine integrierte Zeiterfassung erfüllt diese Pflicht nicht nur, sondern macht die erfassten Stunden zugleich für das Controlling nutzbar – statt sie in einem reinen Stempel-Tool ohne Projektbezug zu sammeln.
Praxisbeispiel: In einem getrennten System bucht ein Mitarbeiter acht Stunden auf „Projekt Müller“. Welche Leistungsphase, welcher Auftrag, welches Honorar dahintersteht, bleibt offen. In der integrierten Lösung wählt er bei derselben Buchung die Leistungsphase aus – und die Stunde fließt sofort in den Soll-Ist-Vergleich des Projekts.
Die Bauleitung dokumentiert täglich, was auf der Baustelle passiert – Baufortschritt, Mängel, Besprechungen, Stunden. Liegen diese Informationen in einem separaten Baustellen-Tool, müssen sie wieder mit dem Controlling abgeglichen werden. In einem integrierten System fließen die mobil erfassten Daten unmittelbar in dieselbe Datenbasis. Die Geschäftsführung sieht den Projektstand tagesaktuell, ohne dass jemand Listen zusammenführen muss.
Praxisbeispiel: Ein Bauleiter erfasst beim Baustellentermin per Tablet zwei Stunden Vor-Ort-Zeit, einen Mängeleintrag und ein Besprechungsprotokoll. Im Büro muss niemand diese Angaben abtippen: Die Stunden landen im Projektcontrolling, der Mangel in der Nachverfolgung, das Protokoll in der Projektakte – aus einer einzigen Erfassung.
Wenn Honorar, Stunden und Leistungsstände auf einer Datenbasis liegen, entsteht die Rechnung weitgehend automatisch aus den vorhandenen Daten – statt durch manuelles Übertragen aus dem HOAI-Rechner in die Buchhaltung. Die hinterlegten HOAI-Tabellen sorgen dafür, dass Honorare korrekt berechnet und als Belegpositionen übernommen werden. Nachträge bleiben sauber vom Grundhonorar getrennt, und die Abrechnung wird nachvollziehbar und revisionssicher – das beschleunigt den Zahlungseingang und reduziert Streit über den tatsächlichen Leistungsumfang.
Pflegeaufwand: Mehrere Systeme bedeuten mehrere Updates, Verträge und Schnittstellen; ein Tool bündelt das.
Auch spezialisierte Baustellen-Tools haben ihre Berechtigung – etwa für sehr spezielle Dokumentationsaufgaben. Der entscheidende Punkt ist: Sobald wirtschaftliche Steuerung gefragt ist, braucht es die Verknüpfung von Aufwand und Honorar. Und die entsteht nur dort, wo die Daten zusammenlaufen. Einen neutralen Überblick über Controlling-Software für Architektur- und Ingenieurbüros bietet auch das Fachportal BauNetz Wissen.
Lassen Sie uns kurz austauschen, wie sich Bauleitung, Zeiterfassung und Auftragsmanagement in Ihrem Büro auf einer Datenbasis zusammenführen lassen. Einen Überblick über die Vorteile eines durchgängigen Controllings finden Sie auch in unserem Blog.
Wenn Sie prüfen, ob sich der Umstieg von Einzeltools auf eine integrierte Lösung lohnt:
Für Ingenieurbüros ist die Zusammenführung von Bauleitung, Zeiterfassung und Auftragsmanagement kein Komfortthema, sondern ein wirtschaftlicher Hebel. Wo Daten nur einmal erfasst werden und Aufwand, Leistungsphase und Honorar zusammenhängen, wird die Rentabilität jedes Projekts in Echtzeit steuerbar. Eine integrierte Software wie PROJEKT PRO ersetzt das Nebeneinander von Insellösungen durch einen durchgängigen Workflow – und verschafft Büros damit Zeit, Übersicht und planbare Gewinne.
Einzeltools funktionieren für ihren Zweck, erzeugen aber Medienbrüche. Erst die Verknüpfung von Stunden, Leistungsphasen und Honorar macht die Wirtschaftlichkeit eines Projekts sichtbar – und die entsteht nur auf einer gemeinsamen Datenbasis.
Ja. In einer integrierten Lösung wie PROJEKT PRO werden Bauleitungsdaten mobil auf der Baustelle erfasst und fließen direkt in dieselbe Datenbasis wie die Zeiterfassung und das Controlling.
Die Zeiterfassung von PROJEKT PRO ermöglicht eine lückenlose, manipulationssichere Dokumentation der Arbeitszeiten und erfüllt die Anforderungen des Europäischen Gerichtshofs (EuGH).
Nein. Eine modulare Lösung lässt sich schrittweise einführen. Sie abonnieren nur die Bausteine und Lizenzen, die Sie aktuell benötigen, und ergänzen später.
Reine Baustellen-Tools dokumentieren den Bauablauf, bilden aber weder Honorarkalkulation noch Controlling ab. PROJEKT PRO verbindet beide Welten: Baustellendaten, Stunden, Angebote und Aufträge laufen auf einer Datenbasis zusammen und werden für die wirtschaftliche Steuerung nutzbar.
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