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Ein starkes Honorarangebot entscheidet über den Auftrag – doch die Erstellung kostet Sie oft einen halben Tag. Dabei folgt ein professionelles Angebot einer klaren Logik: Leistungsphasen, Honorarzonen, anrechenbare Kosten nach HOAI, einheitliche Formulierungen. Wenn diese Logik aber jedes Mal von Hand aufgebaut wird, entstehen Inkonsistenzen, und Sie verlieren wertvolle Zeit, die im Projekt fehlt. Das Problem verschärft sich im Wettbewerb: Wer zuerst ein sauberes, professionelles Angebot vorlegt, bleibt im Kopf der Auftraggeber:innen – und erhöht damit die Chancen auf den Zuschlag erheblich. Der Ausweg ist überraschend einfach: Standardisierte Vorlagen und eine enge Anbindung zwischen Projektkalkulation und Angebotserstellung reduzieren die Handgriffe und Fehlerquellen drastisch. Dieser Artikel zeigt, wie Sie Honorarangebote strukturiert, HOAI-konform und in wenigen Minuten erstellen – und damit schneller bei den Kund:innen sind als Ihre Konkurrenz.
Für Architekt:innen und Ingenieur:innen ist die Angebotserstellung ein klassischer Schmerz: Jedes Projekt ist unterschiedlich, jedes Angebot wird neu zusammengestellt. Sie wählen die Leistungsphasen, berücksichtigen die richtige Honorarzone nach HOAI, addieren anrechenbare Kosten, bauen Nebenkosten und Pauschalen ein, formulieren Leistungsbeschreibungen, prüfen auf Richtigkeit – und sitzen dabei oft 3 bis 5 Stunden am Angebot. Das ist wertvolle Zeit, die Ihnen im Projekt selbst fehlt.
Noch schlimmer: Weil jedes Angebot von Hand entsteht, sehen Sie am Ende Inkonsistenzen. Leistungen werden unterschiedlich beschrieben, Honoraransätze variieren, Formatierung ist nicht einheitlich. Das beeinflusst die Wahrnehmung durch Auftraggeber:innen – ein unprofessioneller wirkender Eindruck senkt die Gewinnchancen. Und im Wettbewerb entscheidet oft nicht nur die beste Idee, sondern auch Tempo: Wer ein sauberes Angebot zuerst auf dem Tisch hat, bleibt im Gedächtnis und erhöht damit deutlich die Chancen auf den Zuschlag.
Honorarvereinbarung = die schriftliche Vereinbarung zwischen Auftraggeber:in und Planer:in über die Höhe, Struktur und Bedingungen des Honorars für eine bestimmte Leistung.
Seit der HOAI-Novelle 2021 sind Honorare grundsätzlich Verhandlungssache – es gibt keine starren Vorgaben mehr. Trotzdem unterliegt jede Vereinbarung den Vorgaben der HOAI (Honorarordnung für Architekten und Ingenieurleistungen). Das bedeutet: Die Honorarvereinbarung muss betriebswirtschaftlich begründbar sein, die erbrachten oder zu erbringenden Leistungen eindeutig beschrieben sein und der Zusammenhang zwischen Leistung und Honorar nachvollziehbar sein.
Das führt zu einer wichtigen Konsequenz: Ein sauberes Honorarangebot ist nicht nur eine Verkaufsmaßnahme, sondern ein Rechtsdokument. Es muss transparent, nachvollziehbar und fundiert sein. Genau deshalb macht es Sinn, sich eines systematischen Aufbaus zu bedienen – Vorlagen, die dieser Logik folgen.
Der Schlüssel liegt darin, die Logik eines Honorarangebots zu standardisieren – und genau das lässt sich durch Vorlagen abbilden. Eine durchdachte Vorlage für Honorarangebote enthält:
Praktische Konsequenz: Ein Angebot, das bisher 3–5 Stunden Handarbeit kostete, entsteht mit solchen Vorlagen in 10–15 Minuten.
Das Kernproblem ist der Bruch zwischen zwei Systemen: In der einen Software erstellen Sie die Projektkalkulation. In einem anderen Medium verfassen Sie das Angebot. Diese Lücke ist eine große Ineffizienzquelle.
Schritt 1: Projektkalkulation – Sie erfassen in PROJEKT PRO die Eckdaten: Gebäudeklasse, anrechenbare Kosten, Sonderfunktionen.
Schritt 2: Angebot generieren – Das System zieht Kalkulationsdaten automatisch heran und befüllt die Vorlage.
Schritt 3: Prüfen & anpassen – Das Angebot wird zur Kontrolle vorgelegt. Sie geben es frei. Schritt 4: Versand – Das Angebot wird als PDF exportiert und direkt versendet.
Praxisbeispiel: Ein Planungsbüro mit 12 Mitarbeitern
Das Büro behandelt monatlich ca. 8–10 Angebote. Bisher: Projektleiter:in erfasst Projektkalkulation, kaufmännische Assistentin stellt Angebot von Hand zusammen – 2–3 Stunden pro Angebot. Fehler durch abweichende Summen entstehen regelmäßig. Nach integrierter Lösung: Ein Klick auf „Angebot generieren", zwei Minuten Prüfung, fertig. Zeitersparnis: ca. 2 Stunden pro Angebot, pro Monat 16–20 Stunden.
Ein oft unterschätzter Faktor: Auftraggeber:innen registrieren unterbewusst, wie schnell ein Büro ein Angebot liefert. Ein professionelles Angebot, das drei Tage nach der Anfrage eintrifft, wirkt prioritärer und überzeugender als eines, das eine Woche später kommt.
Mit standardisierten Vorlagen und automatischer Kalkulation sinkt die Bearbeitungszeit von Stunden auf Minuten. Sie können schneller reagieren und bleiben damit in Wettbewerbssituationen deutlich im Vorteil.
Die automatische Angebotserstellung ist ein Kern-Feature von PROJEKT PRO.
Wir zeigen wöchentlich im kostenlosen LIVE-Webinar, wie es in der Praxis läuft.
Ein Honorarangebot ist heute kein Zeitfresser mehr. Mit Vorlagen, automatischer Kalkulation und direkter Verknüpfung sparen Sie 80–90% der bisherigen Zeit – und liefern dabei professionellere Angebote. Sie sind schneller am Markt und Ihre Teams haben mehr Zeit für eigentliche Planungsarbeit. Die Investition in die richtige Software rechnet sich schnell – gemessen in eingesparten Stunden und steigender Chancenquote für Aufträge.
Ja, ein schriftliches Angebot ist völlig ausreichend. Es muss transparent sein und deutlich machen, welche Leistungen enthalten sind und wie Honorare berechnet wurden. Mündliche Klärungen sind vor Vertragsschluss ratsam, aber nicht erforderlich.
Ihre Sätze müssen betriebswirtschaftlich begründbar sein. Sie sollten nachweisen können, dass diese auf realistischer Kostenstrukturanalyse basieren. Beliebig niedrige oder hohe Sätze können in Streitfällen angefochten werden. Prüfen und aktualisieren Sie Ihre Sätze regelmäßig.
Anrechenbare Kosten nach HOAI sind nicht Außenleistungen wie Gutachterhonorare oder Genehmigungsgebühren, sondern in der Regel die Baukosten (Kostengruppen nach DIN 276).
Das legen Sie selbst fest, meist 2–4 Wochen. Nach Ablauf dieser Frist können Sie das Angebot zurückziehen oder neu bewerten. Sinnvoll ist es, eine Gültigkeitsdauer im Angebot explizit zu nennen – damit es später keine Missverständnisse gibt.
Ja, aber nur, wenn im Angebot oder Vertrag klar geregelt ist, wie Nachträge abgerechnet werden. Später hinzukommende Leistungen müssen schriftlich dokumentiert und die Kosten vereinbart sein. Versteckte Nachforderungen ohne Absprache sind rechtlich fragwürdig. Ein Absatz zu Nachträgen ist wichtig.
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