Die 7 schönsten virtuellen Architektur-Rundgänge

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Plötzlich ist wieder Luft im Kalender: Die großen Architektur-Messen sind verschoben und auch Reisen an inspirierende Orte müssen in Corona-Zeiten häufig noch warten. Dank virtueller Rundgänge müssen Sie auf den Anblick ikonischer Bauten trotzdem nicht verzichten. Wir haben Ihnen eine Auswahl der spannendsten digitalen Touren zusammengestellt.


Digitale Inspiration

Google Maps kann mehr als nur den nächsten Bäcker oder die schnellste Route von A nach B zu weisen. Viele bekannte Architekturhighlights lassen sich über Google Street View nicht nur von außen, sondern auch von innen betrachten und über Google Arts & Culture können Sie Anregungen aus über 2000 Museen sammeln.

Neben Google bieten seit der Corona-Pandemie aber auch Museen und andere Anbieter digitale Führungen an. Und hier erweist sich die Krise für Designliebhaber als Chance Einblicke zu erhaschen, für die Sie normalerweise um die halbe Welt fliegen müssten.

1. Walt Disney Concert Hall, Los Angeles



Die von Frank Gehry entworfene Walt Disney Concert Hall ist eines der umstrittensten Bauwerke moderner Architektur. 2003 feierte das Konzerthaus seine Eröffnung und die gewellte Silhouette aus Edelstahl bietet damals wie heute eine spektakuläre Ansicht. Virtuelle Besucher haben die Wahl zwischen gleich mehreren Rundgängen. Lobby, Konzertsaal, Backstagebereich, Garten – alles kann besichtigt werden. Nur auf die besondere Akustik des Saals, die bei den Konzerten der Los Angeles Philharmonic hörbar wird, müssen Sie verzichten. Sie bleibt ein Highlight für den Besuch vor Ort.

2. Dominion Tower, Moskau



Das von Zaha Hadid designte Moskauer Bürogebäude Dominion Tower ist ein Blickfang im Südosten der Stadt. 2015 wurde das Gebäude mit seinen neun versetzten Stockwerken in Betrieb genommen. Es war einer der ersten neuen Bürokomplexe im aufstrebenden Kreativ- und Technologieviertel im Südosten der Stadt. Das gesamte Design ist innen wie außen ausschließlich in Schwarzweiß gehalten. Virtuelle Besucher können verschiedene Etagen begehen und auch das von Treppen durchkreuzte Atrium betreten. Eindrucksvoll.

3. Opernhaus, Sydney



Architekturklassiker und Weltkulturerbe: Die von Karl Langer, Peter Hall und Jørn Utzon entworfene Oper in Sydney prägt die Silhouette der Stadt seit 1973. Über Google Arts & Culture lässt sich das Gebäude auch von der Couch aus besichtigen. Während der Corona-Krise bietet das Haus virtuellen Besuchern zudem ein abwechslungsreiches digitales Programm aus Performance, Konzerten und Interviews an.

4. Vatikan, Rom



Die Vatikanstadt ist eine der ikonischsten Stätten der Welt. In virtuellen 360-Grad Rundgängen können Sie zurzeit verschiedenen Museen und Flügel des Vatikanischen Palasts besichtigen. Die atemberaubende Architektur der Sixtinische Kapelle lässt sich ganz ohne langes Anstehen betrachten und wenn Sie vor den Fresken Michelangelos länger verweilen wollen, werden Sie nicht von ungeduldigen Besuchern weitergedrängt.

5. Sir John Soans Museum, London



Die drei Wohnhäuser des neoklassischen Architekten Sir John Soans inspirieren seit 1833 Besucher aus aller Welt. Konvexe Spiegel, kuppelförmige Decken und gotische Innenhöfe können Sie jetzt auch aus dem Wohnzimmer während eines virtuellen Rundgangs durch das Museum in Augenschein nehmen. Auch einige der architektonischen Modelle und Kunstwerke Soans lassen sich aus der Nähe betrachten.

6. The Colour Palace, London



Als moderne Antwort auf John Soans Dulwich Picture Gallery wurde der Colour Palace 2019 in London eingeweiht. Das Design von Pricegore and Yinka Ilori Studio verbindet europäische und afrikanische Kultur in einem farbintensiven Spiel aus Licht und Formen, die das multikulturelle Londoner Großstadtleben widerspiegeln sollen. Begeben Sie sich auf eine virtuelle Tour durch den zehn Meter hohen Würfel und beobachten Sie, wie sich die knallbunten Farben und Strukturen je nach Blickwinkel aus dem Atrium optisch verändern.

7. Bauwerke von Frank Lyoyd Wright, USA



Die nahtlose Integration seiner Bauwerke in die umliegende Landschaft war ein zentrales Motiv der Arbeit von Frank Lloyd Wright. Während ihm zu Lebzeiten größere Ehrungen verwehrt blieben, ist die Anerkennung für seine Leistungen posthum umso größer. Seit 2019 stehen acht seiner Gebäude auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Viele davon sind im Rahmen von virtuellen Führungen während der Corona-Pandemie kostenfrei zu besuchen. Bekannte Gebäude wie Fallingwater, Hollyhock House oder das Taliesin West beteiligen sich an der Aktion. Die Führungen finden zum Teil live auf Social Media statt, einige sind auch nachträglich auf der Website der Frank Loyd Wright Building Conservatory abrufbar. Für Fans organischer Bauweisen ein Muss.

Fazit: kein Ersatz, aber eine Bereicherung

Die virtuellen Rundgänge können das echte Erlebnis nicht ersetzen. Doch die technische Umsetzung der digitalen Angebote ist teilweise beeindruckend und vor allem die selbstgesteuerten 360-Grad-Touren sorgen für ein immersives Erleben, das Videos und Fotos so nicht erreichen.

Manche Museen haben erst im Zuge der Corona-Krise die Möglichkeiten für digitale Touren entdeckt, andere bieten schon länger virtuelle Spaziergänge an. Für Architektur-Interessierte ist das Angebot, bekannte und ausgefallene Bauwerke aus den heimischen vier Wänden zu besuchen, aktuell riesig. Wer die Rundgänge nicht als Ersatz, sondern als eine neue Form der Annäherung versteht, kann auf diese Weise auch in Zeiten von Reisestopp und Messeabsagen, viele neue Anregungen gewinnen.

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