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Verzögerungen auf Baustellen entstehen oft nicht durch die Bauausführung selbst, sondern durch eine unzureichende Terminplanung. Wenn Gewerke nicht abgestimmt sind oder Abhängigkeiten fehlen, gerät der gesamte Bauablauf ins Stocken.
Ein Bauzeitenplan schafft hier Struktur. Er legt fest, welche Arbeiten wann stattfinden, wie sie aufeinander aufbauen und welche Termine eingehalten werden müssen. Damit ist er ein zentrales Werkzeug zur Planung, Koordination und Steuerung von Bauprojekten.
Ein Bauzeitenplan zeigt, wann welche Arbeiten auf einer Baustelle stattfinden. Er legt fest, in welcher Reihenfolge die einzelnen Bauleistungen ausgeführt werden und wie lange sie dauern.
Dazu werden die verschiedenen Arbeitsschritte eines Bauprojekts zeitlich eingeordnet und miteinander verknüpft. So wird sichtbar, welche Tätigkeiten voneinander abhängen und welche Arbeiten parallel stattfinden können.
Der Bauzeitenplan dient damit als Grundlage für die Terminplanung und die Abstimmung der beteiligten Gewerke während des gesamten Bauprojekts.
Auf einer Baustelle müssen viele Gewerke zeitlich aufeinander abgestimmt werden. Der Bauzeitenplan schafft dafür eine gemeinsame Grundlage und gibt allen Beteiligten Orientierung.
Er hilft insbesondere dabei:
Damit ist der Bauzeitenplan ein zentrales Werkzeug, um Termine zu steuern und Verzögerungen frühzeitig zu erkennen.
Je nach Projektphase und Detailgrad kommen unterschiedliche Bauzeitenpläne zum Einsatz. Sie unterscheiden sich vor allem darin, wie detailliert der Bauablauf dargestellt wird.
Der Rahmenterminplan zeigt den groben zeitlichen Ablauf eines Bauprojekts. Er enthält die wichtigsten Bauphasen und Meilensteine und dient als erste Terminübersicht. Er wird vor allem in frühen Projektphasen, beispielsweise während der Grundlagenermittlung oder Vorplanung, eingesetzt.
Der Projektzeitplan stellt die einzelnen Bauleistungen deutlich detaillierter dar. Er bildet die verschiedenen Vorgänge und Gewerke ab und zeigt deren zeitliche Abhängigkeiten. Typischerweise wird er während der Ausführungsplanung und Bauausführung genutzt, um den Bauablauf zu steuern und Termine zu überwachen.
Der Meilensteinplan konzentriert sich auf zentrale Eckpunkte im Projektverlauf, etwa den Abschluss wichtiger Bauphasen. Er wird häufig im Projektcontrolling und Reporting eingesetzt, um den Fortschritt eines Bauprojekts auf übergeordneter Ebene darzustellen.
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Ein Bauzeitenplan kann auf unterschiedliche Weise dargestellt werden. Ziel ist es immer, den Bauablauf übersichtlich und nachvollziehbar abzubilden.
Der Balkenplan stellt einzelne Bauleistungen als Balken auf einer Zeitachse dar. Beginn, Dauer und Ende eines Vorgangs werden dabei meist nach Kalenderwochen dargestellt. Diese Form ist übersichtlich und wird häufig für einfache Terminpläne verwendet.
Das Gantt-Diagramm ist eine weiterentwickelte Form des Balkenplans. Zusätzlich zu den Zeitbalken können hier auch Abhängigkeiten zwischen Vorgängen, Meilensteine oder der aktuelle Baufortschritt dargestellt werden.
Der Netzplan zeigt die logischen Abhängigkeiten zwischen einzelnen Arbeitsschritten. Dadurch wird deutlich, welche Vorgänge voneinander abhängig sind und welche Arbeiten parallel stattfinden können.
Das Weg-Zeit-Diagramm kombiniert Zeit und Ort. Es wird vor allem bei linearen Bauprojekten eingesetzt, zum Beispiel im Straßen- oder Tunnelbau, bei denen sich Bautrupps abschnittsweise entlang einer Strecke bewegen.
Ein Bauzeitenplan setzt sich aus verschiedenen Informationen zusammen, die den zeitlichen Ablauf eines Bauprojekts abbilden. Dazu gehören insbesondere:
Diese Informationen bilden zusammen die Grundlage, um den Bauablauf zu planen und während der Bauausführung zu überwachen.
Ein Bauzeitenplan entsteht in mehreren aufeinander aufbauenden Schritten. Ziel ist es, den Bauablauf logisch zu strukturieren und die einzelnen Leistungen zeitlich einzuordnen.
Während der Bauausführung dient der Bauzeitenplan dann als Grundlage, um den tatsächlichen Baufortschritt mit der Planung zu vergleichen und bei Bedarf Anpassungen vorzunehmen.
Ein Bauzeitenplan ist nicht automatisch gesetzlich vorgeschrieben. In der Praxis wird er jedoch bei fast allen Bauprojekten erstellt, weil er eine wichtige Grundlage für die Terminplanung und Koordination der Arbeiten ist.
Rechtlich relevant wird der Bauzeitenplan vor allem dann, wenn er Bestandteil des Bauvertrags ist. Dann können die darin festgelegten Termine verbindlich sein.
Im Zusammenhang mit der VOB/B spielen insbesondere zwei Arten von Fristen eine Rolle:
Werden vereinbarte Fristen nicht eingehalten, kann das je nach Vertrag Fristverlängerungen, Vertragsstrafen oder Schadenersatzansprüche zur Folge haben.
Zur Erstellung eines Bauzeitenplans können unterschiedliche Werkzeuge genutzt werden. Für einfache Projekte reicht häufig eine Excel-Vorlage. Bei größeren oder komplexeren Bauprojekten wird dagegen meist spezialisierte Software eingesetzt.
Der Grund: Mit zunehmender Projektgröße steigen auch die Anforderungen an Terminplanung, Abhängigkeiten und Abstimmung zwischen den Beteiligten. Spätestens wenn viele Gewerke, Bauabschnitte oder häufige Terminänderungen ins Spiel kommen, ist der Einsatz einer geeigneten Software in der Praxis oft nahezu unverzichtbar.
| Kriterium | Exel-Vorlage | Softwarelösung |
|---|---|---|
| Einsatzbereich | kleine Projekte oder einfache Terminpläne | mittlere bis große Bauprojekte |
| Änderungen im Ablauf | Anpassungen müssen meist manuell vorgenommen werden | Termine passen sich automatisch an |
| Zusammenarbeit | meist Einzelbearbeitung | mehrere Beteiligte können gleichzeitig arbeiten |
| Auswertungen | einfache Balkenpläne | Auswertungen zum Baufortschritt und zur Terminlage |
| Mobilität | meist nur lokal verfügbar | Zugriff auch über Tablet oder Smartphone möglich |
| Abhängigkeiten zwischen Vorgängen | nur eingeschränkt darstellbar | klar visualisiert und verknüpft |
Ein Bauzeitenplan ist nur dann hilfreich, wenn er realistisch aufgebaut ist und während des Projekts aktiv genutzt wird. Die folgenden Punkte haben sich in der Praxis besonders bewährt:
Der Bauzeitenplan bildet die Grundlage für die Terminplanung und Koordination eines Bauprojekts. Er macht den Bauablauf transparent, zeigt Abhängigkeiten zwischen Leistungen und ermöglicht eine kontinuierliche Terminüberwachung.
Damit er seinen Zweck erfüllt, muss der Bauzeitenplan realistisch erstellt und während der Bauausführung regelmäßig aktualisiert werden. Bei größeren Bauprojekten ist der Einsatz geeigneter Software meist sinnvoll, um Termine und Änderungen zuverlässig zu steuern.
Ein Bauzeitenplan ist gesetzlich nicht grundsätzlich vorgeschrieben. Wird er jedoch Bestandteil des Bauvertrags, können die darin festgelegten Termine verbindlich sein.
Je nach Projekt wird der Bauzeitenplan vom Bauherrn, der Projektsteuerung, der Bauleitung oder vom ausführenden Unternehmen erstellt. Häufig erfolgt die Terminplanung in Abstimmung zwischen mehreren Beteiligten.
Der Detailgrad hängt von der Projektgröße ab. Während bei kleinen Bauvorhaben oft ein grober Terminplan ausreicht, benötigen größere Projekte meist einen deutlich detaillierteren Bauzeitenplan mit einzelnen Vorgängen und Abhängigkeiten.
Der Bauzeitenplan sollte während der Bauausführung regelmäßig überprüft und an den tatsächlichen Baufortschritt angepasst werden, insbesondere wenn sich Termine oder Abläufe ändern.
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