Anti-Stresstipps fürs Homeoffice

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Bleiben Sie produktiv ohne auszubrennen



Dachten Sie am Anfang, das ist die gute Seite der Corona-Krise? Dass Sie jetzt entspannt im Homeoffice arbeiten können, sich Fahrzeit sparen und Zeit mit den Liebsten gewinnen? Wahrscheinlich ist die Ernüchterung bereits eingekehrt: Homeoffice ist kein Urlaub light und kann sogar mehr Stress verursachen als der morgendliche Stau im Stadtverkehr.

Mehr als die Hälfte aller Angestellten fühlte sich 2019 regelmäßig im Job gehetzt, wie der Index 'Gute Arbeit' des Deutschen Gewerkschaftsbunds ermittelt hat. Dass der Stresslevel für viele Beschäftigte im Homeoffice sogar noch steigt, ist kein Wunder. Schließlich stehen Sie hier vor einer Reihe von Herausforderungen.

Die Grenzen von Privat- und Berufsleben verschwimmen. Schon am Frühstückstisch checken Sie die ersten Mails, die Mittagspause gerät zwischen zwei Videokonferenzen in Vergessenheit und der Plan, pünktlich Feierabend zu machen, fällt dem dumpfen Gefühl zum Opfer, nicht ausreichend viel geschafft zu haben. Ihr gewohnter Tagesablauf ist über Nacht verschwunden, der Austausch mit den Kollegen und dem Chef ist auf ein Minimum reduziert und mit den Tücken der Technik müssen Sie jetzt auch ohne Hilfe Ihres IT-Supports fertigwerden.

Fünf Homeoffice-Tipps für weniger Stress und mehr Produktivität



Damit Sie unnötige Stressquellen meiden und die Vorzüge des Homeoffice entdecken können, haben wir die wichtigsten Tipps zusammengestellt, die Arbeitspsychologen Angestellten regelmäßig empfehlen, wenn diese sich im neuen Arbeitsalltag im Homeoffice einrichten (müssen).

1. Schaffen Sie eine klare zeitliche Struktur

Nur weil Sie nicht mehr ins Büro fahren, heißt das nicht, dass Sie alle Ihre geliebten Arbeitsrituale aufgeben müssen. Der Kaffee vor dem Lesen der ersten Mails oder das kurze Gespräch mit der Kollegin, bevor Sie Ihre To-do Liste aufrufen, der Blick auf die Nachrichtenlage – diese Routinen signalisieren Ihrem Gehirn, dass Sie sich jetzt im Arbeitsmodus befinden und Konzentration gefragt ist. Und viele dieser Gewohnheiten können Sie, so oder so ähnlich, auch im Homeoffice beibehalten: Trinken Sie weiter Ihren Kaffee, vielleicht sogar aus Ihrer Bürotasse, begrüßen Sie die Kollegen statt an der Kaffeemaschine eben im gemeinsamen Teamchat und lesen Sie weiter die Schlagzeilen, ehe Sie sich ins Tagesgeschäft stürzen.

Machen Sie sich einen festen Zeitplan, in dem Sie Ihre Aufgaben, Pausen und den Feierabend fixieren. Gerade, wenn Ihr Tag sonst von vielen Terminen strukturiert wurde, hilft ein Plan eine gewisse Dringlichkeit und Verbindlichkeit aufrecht zu halten. Und Sie vermeiden Streit mit Ihrem Partner oder Ihren Kindern, die dadurch wissen, wann Sie gestört werden dürfen und wann die Tür zum Büro geschlossen bleibt.

2. Räumliche Abgrenzung, wenn möglich

Arbeiten Sie auch zu Hause von einem festen Arbeitsplatz aus. Ihr Gehirn verknüpft Orte mit bestimmten Tätigkeiten, wenn Sie diese wiederholt dort ausführen. Nutzen Sie diesen Effekt, um trotz diverser Ablenkungen im Homeoffice konzentriert zu bleiben.

Wenn Sie keinen eigenen Raum zum Büro umfunktionieren können, richten Sie zumindest in Ihrem Wohn- oder Schlafzimmer eine kleine Arbeitsecke ein, in der Sie Ihre Unterlagen liegen lassen können. Ihre Wohnung ist selbst dafür zu klein? Dann werden Sie kreativ. Ein Angestellter hat sich einen Sichtschutz aus Pappe gebaut, den er auf seinem Küchentisch platzierte und an den er auch die Fotos pinnte, die in seinem Büro hingen. Zum Feierabend klappte er den Paravent zusammen, verließ damit sein improvisiertes Büro und schaffte es so, seine Arbeit auch mental besser abzuschließen.

3. Pausen machen – ohne Putzen

Im Homeoffice werden Ihre Kollegen Sie nicht fragen, ob Sie mit in die Küche gehen oder auch etwas vom Bäcker wollen. Machen Sie trotzdem eine ausreichend lange Mittagspause, so wie Sie es vom Büro gewohnt sind. Pausen dienen der Erholung. Wenn Sie an Ihnen sparen, ist das der schnellste Weg zur Erschöpfung.

Aber gerade im Homeoffice finden sich viele Verlockungen für Pausenbeschäftigungen, die Ihre Erholung zunichte machen: Hängen Sie nicht die Wäsche auf, machen Sie nicht kurz den Wocheneinkauf, wischen Sie nicht Ihr Bad und verschieben Sie auch sonstige Putzaktivitäten auf Ihren Feierabend. Entspannen Sie sich bewusst und gönnen Sie Ihrem Gehirn eine Auszeit: Essen Sie eine leichte, vitalstoffreiche Mahlzeit, bewegen Sie sich an der frischen Luft oder meditieren Sie. Danach werden Sie umso effektiver weitermachen können.

4. Arbeitsziele definieren und Erwartungen klären

Ein großer Stressfaktor für viele Neulinge im Homeoffice: das Gefühl, dass der Chef ihre Arbeit nicht sieht und an ihrer Produktivität zweifelt. Sie arbeiten länger, härter und haben dennoch das Gefühl, dass es nie reicht.

Das beste Mittel gegen diesen inneren Druck, der Unzufriedenheit und Überlastung provoziert: Reden. Durch das Weniger an persönlichem Austausch ist es noch wichtiger, sich Klarheit über die Erwartungen zu verschaffen, die Ihr Chef an Sie stellt. Wenn er nicht von sich aus regelmäßige Jour fixe vorschlägt, um sich über den Status quo im Team zu informieren, sprechen Sie solche Optionen offen an. Selbst eine kurze wöchentliche Update-E-Mail ist besser, als wochenlang ohne Rückmeldung und Richtung vor sich hinzuarbeiten.

5. Eigene Bedürfnisse wahrnehmen

Manchen Menschen fällt das Arbeiten im Homeoffice leichter als anderen. Wenn Sie unfreiwillig in die Situation geworfen wurden, nehmen Sie sie als Chance. Jetzt, da Ihre gewohnten Strukturen weggefallen sind, können Sie viel leichter erkennen, was Sie an Ihrem Job schätzen und welche Umstände Sie bisher belastet haben – ohne, dass es Ihnen richtig aufgefallen ist. Nutzen Sie die Möglichkeit, sich Ihren Arbeitstag weitgehend so gestalten zu können, wie Sie es für Ihre Produktivität brauchen. Beobachten Sie, was Ihnen guttut und worauf Sie – wieder zurück im Büro – vielleicht verzichten wollen.

Tipps gegen Stress im Homeoffice

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